Endlich zu Hause. Ich bin total erledigt reingekommen, habe nur noch gedacht: Schuhe aus, aufs Bett fallen und ein bisschen die Augen zumachen. Mehr wollte ich gar nicht. Aber kaum liege ich da, knallt mir die verdammte Abendsonne direkt ins Schlafzimmer. Richtig brutal. Die Vorhänge bringen fast nichts, es ist einfach zu hell und viel zu warm. Ich schwitze schon nach ein paar Minuten, obwohl ich eigentlich nur ausruhen wollte. Also habe ich mir alles ausgezogen bis auf meinen schwarzen Spitzen-BH und das Höschen. Trotzdem geht gar nichts mit Schlafen. Die Sonne liegt richtig heiß auf meiner Haut, streichelt über meinen Bauch, meine Brüste und meine Beine. Ich sehe, wie meine Haut im Licht glänzt, und spüre jede kleine Schweißperle, die langsam runterläuft. Statt müde zu werden, werde ich immer unruhiger. Meine Hände wandern ganz von allein über meinen Körper. Es fühlt sich gut an, aber es macht mich auch ziemlich geil. Mit 35 sollte ich eigentlich wissen, wie ich mich beruhige, aber heute klappt das einfach nicht. Jetzt ist es schon wieder 18:30 Uhr und ich stehe gleich auf, ziehe mich an und mache mich wieder auf den Weg zum cafe
Gestern bin ich endlich wieder in Deutschland gelandet nach fast drei Wochen zwischen Flughäfen, Zeitzonen und fremden Betten fühlt sich der eigene Flur plötzlich wie ein Luxus an. Der Geruch der Wohnung, das Quietschen der Dielen an genau derselben Stelle, der Kühlschrank, der immer ein bisschen zu laut brummt… ich hab beim Reinkommen tatsächlich laut „Hallo Zuhause“ gesagt. Allein im Flur. Peinlich? Vielleicht. Aber ehrlich: Ich war richtig froh. Die letzten Tage waren wunderschön, aber auch anstrengend. Ständig unterwegs, ständig neue Gesichter, ständig „ach, du musst unbedingt das probieren / sehen / machen“. Irgendwann sehnt man sich einfach danach, wieder seine eigene blöde kleine Routine zu haben: morgens dieselbe Kaffeetasse, abends dieselbe Serie weitergucken, sonntags die Wäsche machen, während man nebenbei Podcasts hört. Diese kleinen, langweiligen Dinge, die einem plötzlich wie ein Geschenk vorkommen, wenn man sie ein paar Wochen nicht hatte. Heute war der erste richtige „Zurück-Tag“. ich habe ein bisschen am Laptop gesessen und Mails durchgesehen. Nichts Aufregendes. Und genau das war so befriedigend. Ich hab sogar meine alte Playlist von 2023 wieder angemacht die mit den Songs, die ich damals immer gehört hab, wenn ich alleine war und einfach mal nichts musste. Hat sich angefühlt wie ein kleiner Reset-Knopf. Ich bin immer noch ein bisschen im Jetlag-Modus (gehe um 21 Uhr ins Bett und wache um 4 Uhr auf), aber ich genieße es trotzdem. Die eigene Decke riecht wieder nach mir, der Tee schmeckt wieder richtig, und ich kann endlich wieder meine Socken mit den Löchern anziehen, ohne dass jemand blöd guckt. Manchmal braucht man den ganzen Zirkus da draußen, um zu merken, wie gut das eigene kleine Chaos eigentlich ist.